Foto: Jens Schulze / Landeskirche Hannover

Grundsätze

Die Tobias-Gemeinschaft ist eine Initiative des Ev. Kirchenkreises Lüneburg  und der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg mit der katholischen Kirche, der reformierten Kirche, den Freikirchen in Lüneburg und des Lebensraums Diakonie e.V.. Die Initiatoren wissen sich ihrer Arbeit in besonderer Weise verpflichtet.

Die Tobias-Gemeinschaft steht allen Menschen offen, die sich in christlicher Verantwortung sozial engagieren möchten. Sie sieht es als ihre Hauptaufgabe, in der Hansestadt Lüneburg zu einer würdigen Bestattung von Menschen ohne Angehörige und eigene Mittel beizutragen. Dazu arbeitet sie zusammen mit den Fachdiensten der Hansestadt und allen Bestattungsunternehmen, Steinmetzen und Gärtnern, die sich beteiligen möchten.

Die Tobias-Gemeinschaft lädt in der Regel alle drei Monate (am jeweils letzten Samstag im Februar, Mai, August und November jeden Jahres um 10.00 Uhr) zu einem öffentlichen Trauergottesdienst auf dem Waldfriedhof Lüneburg ein.

Die Mitglieder der Tobias-Gemeinschaft geben Verstorbenen auch ohne Familienangehörige oder Freunde das letzte Geleit und tragen zu einer würdigen Beisetzung bei. Konfession und Kirchenzugehörigkeit der Verstorbenen spielen keine Rolle. Anders als bei Einzel-Trauergottesdiensten mit seelsorgerlichem Auftrag sieht sie die Beisetzung von Verstorbenen ohne verantwortliche Angehörige als diakonisch-caritative Aufgabe. Sozial-wohltätiges Handeln im Geist Jesu Christi fragt nicht nach der Konfession, sondern nach der Not.

Die Trauergottesdienste werden geleitet von Geistlichen der o. g. Initiatoren oder Geistlichen, die Mitglied in der Tobias-Gemeinschaft sind. Zu den Gottesdiensten wird unter Namensnennung der Verstorbenen mit einer Traueranzeige in der Lokalpresse sowie Aushängen in diakonischen Einrichtungen öffentlich eingeladen. Zu diesen Gottesdiensten läuten von 09.55 bis 10.00 Uhr die Glocken der Stadtkirchen.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben richtet die Tobias-Gemeinschaft eine Kasse ein. Sie speist sich aus Spenden, Kollekten und Diakoniemitteln. Es wird eine eigene Haushaltsstelle im Kirchenkreisamt bestellt. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben.

Die Mitglieder bringen sich freiwillig und unentgeltlich ein. Den Mitgliedern der Tobias-Gemeinschaft obliegen folgende Aufgaben:

  • Regelmäßige Teilnahme und Vorbereitung an den Trauergottesdiensten.
  • Regelmäßige Teilnahme an der Mitgliederversammlung der Tobias-Gemeinschaft (am Tobiastag jedes Jahres (13. September) treffen sich die Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung mit Andacht, Jahresbericht und Abendessen in einer der Innenstadtgemeinden).
  • Bereitschaft, einzelne Aufgaben der Gemeinschaft wahrzunehmen, z.B. Koordinations- und Organisationsaufgaben oder praktische Vorbereitungen für Trauerfeiern, Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Flyer, Presse, Homepage, Infostandbetreuung), Kassenführung, Protokollführung, Vorsitz u.ä..

Die Tobias-Gemeinschaft wird von einem Sprecherrat geleitet, der von den Mitgliedern alle 2 Jahre auf der Mitgliederversammlung gewählt wird.

Die Aufnahme weiterer Mitglieder geschieht durch die nebenstehende schriftliche Erklärung. Die offizielle Einführung neuer Mitglieder erfolgt im Gottesdienst am darauf folgenden Tobiastag.